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Stegen wird neuer Gesellschafter bei badenova

Freiburg, 27.07.10
Die Gemeinde Stegen im Dreisamtal wird neuer Gesellschafter beim regionalen Energie- und Umweltdienstleister. Das ist Dank des neuen Beteiligungsmodells „kompas“ möglich.
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Der badenova Vorstand: Maik Wassmer, Dr. Thorsten Radensleben, Mathias Nikolay
Die Beteiligung wurde bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats beschlossen. Stegen ist binnen weniger Wochen die vierte namhafte Gemeinde, die sich zu diesem Schritt entscheidet.

Vorteile für Stegen

Für Stegen haben vor allem die Möglichkeiten der Mitsprache und Mitgestaltung, die ökonomischen Vorteile und der ökologische Kurs der badenova den Ausschlag gegeben. „Das Engagement ist für uns ohne finanzielles Risiko, bietet aber eine Reihe von Vorteilen“, sagte Bürgermeister Siegfried Kuster. Unter anderem kann die Gemeinde im steuerlichen Querverbund ihren Eigenbetrieb Wasserversorgung einbeziehen, sie hat Einflussmöglichkeiten beim Ausbau des örtlichen Leitungsnetzes. Ein weiterer Pluspunkt: Sie stärkt die badenova-Arbeitsplätze in der Gemeinde.

Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit – Gründe für die Beteiligung

Ausdrücklich wurde in der Gemeinderatssitzung auch die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit gewürdigt. Ein weiteres Argument für die Beteiligung war der ökologische Kurs der badenova und die Perspektive einer atomstrom-freien Versorgung. Badenova war bisher in Stegen Konzessions-Partner der Gemeinde für die Erdgas- und für die Stromversorgung. Beide Konzessionen wurden nun erneut für 20 Jahre an badenova vergeben. Auf der Basis dieser Konzessionen wird die Höhe des Anteils ermittelt, mit dem Stegen Gesellschafter bei badenova werden kann. Der Gemeinderat hat beschlossen, die maximal mögliche Höhe von 1,065 Mio Euro als KG-Anteil zu zeichnen. Darüber hinaus soll eine stille Beteiligung in Höhe von 2,12 Mio Euro, unter Vorbehalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörde, erfolgen.

„kompas“ – Die wichtigsten Informationen

Unter Mitwirkung von Bürgermeistern aus der Region entwickelte badenova das Modell „kompas“ (Kommunale Anteilspartnerschaft). Es sieht vor, dass jede Gemeinde, welche badenova eine Erdgas- oder Stromkonzession erteilt hat, Mitgesellschafter von badenova werden kann. Die Höhe der Anteile bemisst sich nach dem Wert der Konzessionen, die für alle Kommunen gleich ermittelt wird. Diesen Wert können interessierte Kommunen dann auf freiwilliger Basis noch um das Zweifache durch eine stille Beteiligung aufstocken. Dafür wird dann auch eine attraktive Mindestrendite garantiert.

Anfang Mai wurde dieses bundesweit einzigartige Beteiligungsmodell erstmals öffentlich vorgestellt (B4B SÜDBADEN berichtete). Neben Stegen haben seither von diesem Modell bereits Neuenburg, Klettgau und Gottenheim Gebrauch gemacht. Mit rund 65 weiteren Gemeinden zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald steht der Energie- und Umweltdienstleister mit Sitz in Freiburg bereits in Gesprächen.

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